Zurück in Deine Hände
Ein szenisches Musikstück auf dem Weg von Emmaus
ins Heute
Texte
und Musik zu diesem 1,5 stündigen Stück für
4-stimmigen Gesang, Sprecher und Band sind von Arndt Büssing, sowie
zusätzliche Vertonungen von Matthias E. Gahr,
Holger Hantke und Achim Oetringhaus.
Die
Aufführungen am 27. September 2003 in St. Monika, Schwerte-Ergste,
am 8. November 2003 der ev. Dorfkirche, Herdecke-Kirchende,
am 8. Februar 2004 in der Thomas-Morus-Kirche, Schwerte-Villigst,
am 20. März 2004 in der Abtei Münsterschwarzach und
am 5. Juni 2004 in der Münsterbasilika Mönchengladbach waren wunderbar!
Stehende Ovationen.... Highlights waren natürlich auch unsere Aufführungen am
18. Juni 2004 beim Katholikentag in Ulm und am 26. und 27. Mai 2005 beim
Evangelischen Kirchentag in Hannover!
Und dieser Zuspruch eines Besuchers hat uns natürlich sehr
gefreut: "Euer Konzert gehörte zu den bewegendsten
Dingen, die ich in den letzten zehn Jahren in dieser Kirche erlebt habe. Ich
bin beeindruckt von der Dichte und der Originalität der Texte (...) Ich bin
angerührt und bewegt nach Hause gegangen."
Was ist
es denn nun, was wir aufführen? - Ein Musical, ein Oratorium? Kein Musical -
denn wir tanzen oder schauspielern nicht. Eher ein Oratorium. Aber die Musik
passt nicht so wirklich zu einem Oratorium im klassischen Sinne. Ein Oratorium
(lat. orare: beten, bitten)
ist ursprünglich ein Ort des Gebetes. Im 16. Jhd.
gründete der Priester Filippo Neri eine betende
Wohngemeinschaft, die sich regelmäßig in einem Gebetsraum traf, dem
"Oratorium". Das Oratorium wurde zum Mittelpunkt seiner spirituellen
Tätigkeit. Später wurde der Begriff "Oratorium" zur Bezeichnung für
groß angelegte Kompositionen meist geistlichen Inhalts gebraucht. In Anlehnung
an die Kargheit eines Betsaals wurde es daher in der
Regel auch ohne Bühnenbild und kostümierte Schauspieler aufgeführt. Unser Musikstück folgt dieser Musiktradition. Biblische Texte werden
von gesprochenen Kommentaren gespiegelt und von rockigen oder meditativen
Liedern (im Stil des neuen Geistlichen Liedes) interpretierend beantwortet -
gesungene Gebete, die den Zuhörer zum Mitsingen und Mitbeten einladen. Thematisch orientiert sich unser Stück an dem von dem Evangelisten
Lukas beschriebenem Weg der zwei Jünger von Jerusalem nach Emmaus. Sie halten
mit einem geheimnisvollen Begleiter Rückschau auf ihre Erlebnisse mit Jesus:
Alles was sie sich erhofft haben, ist so nicht eingetreten. Manchmal geht es
uns genauso. Was ist im Lauf der 2000-jährigen christlichen Geschichte
geblieben von den Träumen, Hoffnungen und Idealen der Begeisterten? Wo ist das
Reich Gottes? Die Jünger erkannten Ihn, als er mit ihnen das Brot teilte. Wer
geht heute mit uns nach Emmaus? Annäherungen sind ganz elementare Symbole: Weg,
Wasser, Licht und Brot - DU, Gott. Daher
müssen die Lieder auch in Zusammenhang mit den Textpassagen und der Austeilung
von Licht und Brot gesehen werden - ermutigende Communio,
die nicht fragt, wer geladen ist.